Verfasst von: silbersturm | November 8, 2009

Oben auf dem gauen Berg

Oben auf dem gauen Berg steht der große Bunker. Das Gefängnis in dem die Silberstümische ihre Tage verbringt. Freiwillig eingesperrt. Freiwillig schließt sie sich den Massen an, gibt ihre Identität am Eingang ab und verbirgt ihre Persönlichkeit. Am Abend nimmt sie gedemütigt ihre Identität wieder mit nach Hause. Müde passt sie sich wieder an. Jeden Tag ein bisschen blasser, jeden Tag ein wenig mehr zerrupft.

Oben auf dem grauen Berg, da steht der große Bunker.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 26, 2009

Melancholie

Die Silberstürmische neigt zur Melancholie. Nicht nur im Dunstkreis der Mobbing-Grazien. Sie zieht die traurigen Nachrichten an. Suhlt sich in der abendlichen Depression. Nein, die mag die Sonne heute nicht sehen. Die Sonne, die doch nur für die anderen scheint. Für die Reichen und Schönen. Den anderen verbrennt sie die Ernte. Gnadenlos. Nein, die Sonne mag sie nicht sehen.
Sie mag auch nicht den silbernen Schein des Mondes sehen. Der doch nur grell ins Fenster scheint und ihren Schlaf stört. So aufdringlich und lässtig. Nein, den mag sie nicht sehen.
Die Silberstürmische mag das gedämpfte Licht, die kalte Jahreszeit. Sie mag das Dunkle, in dem sie sich verstecken kann. Fast unsichtbar, fühlt sie sich stark und sicher.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 21, 2009

Die erste Runde

hat die Silberstürmische nach Punkten verloren. Aber sie ist nicht k.o. gegangen. Sie wird nicht ausgeknockt werden. Ganz sicher nicht. Sie ist gewarnt. Die Mobbing-Grazien sind aus ihrer Deckung gekommen. Zu früh. Viel zu früh. Sie unterschätzen die Silberstürmische. Das ist gut. Das ist sehr gut. Die Silberstürmische wird sich ihre Verteidungsstrategie ruhig und behutsam aufbauen. Umsichtig. Sie ist gewarnt und wird in über jede Stolperfalle hinwegtreten. Sie wird jede Fallgrube umgehen.
Sie wird behutsam nach links und nach rechts sehen und sich ihre Unterstützer suchen. Die Silberstürmische wird nicht in ihr Unglück laufen.
Die Mobbing-Grazien werden ihr Opfer nicht zu Boden ringen. Dieses Mal nicht.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 20, 2009

Mobbing-Grazien

Ein Eintrag am frühen Morgen, der die Silberstürmische vor dem schlechtem Atem der Mobbing-Grazien warnen soll. Sie tauchen ein in ihr Geschick, gehen ihren Geschäften nach und verbreiten die Atmosphäre der Mobbing-Pest. Verunsicherung säen. Das ist der Beginn. Das Opfer wehrt sich noch heftig, kämpft aber schon im Strudel, der es immer weiter nach unten ziehen wird.
Kopf hoch. Nicht kämpfen. Ignorieren und für eine breite Unterstützung sorgen.
Halt ihnen stand, den Mobbing-Grazien.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 13, 2009

In Hochform

Ein Arbeitstag in Hochform hingelegt. Perfekt zusammengepuzzelt. Alles stimmte. Der große Dreiklang. Alles war klar. Durchsichtig. Ohne Geheimnisse. Alles glatt und glitzernd. Ein perfekter Tag. Solche Tage könnte es öfters geben.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 9, 2009

Fühlen, denken, handeln. Es geht voran. Ich komme zu kurz. Du springst über deinen Schatten. Die Silberstürmische versteckt sich darunter. Du wirst sie nicht sehen, du wirst sie nicht fühlen, du wirst sie nicht rufen können. Denken, fühlen, handeln. Die Karten neu mischen. Aber wer gibt sie aus?

Verfasst von: silbersturm | Oktober 4, 2009

Ein freier Tag

kommt gerade recht. So viel Hektik in den letzten Tagen. So viel Durcheinander und so viel Streß. Da kommt ein freier Tag gerade recht. Zum Ausspannen und kochen. Mal was anderes kochen als sonst. Etwas einfaches Vegetarisches. Etwas Ausgefallenes, was die Silberstürmische noch nie gekocht hat.
Eine Ablenkung von den üblen Gedanken, die sich nicht vertreiben lassen. Die nicht weiterziehen wolen. Sie haben sich festgebissen, sind festgewachsen, haben ihre Wurzeln tief in die Silberstürmische hineingegraben. Lassen einfach nicht locker. Es scheint Trauer zu sein. Vorweggenommene Trauer, die nicht zu überwinden ist.

Verfasst von: silbersturm | September 26, 2009

Nebelschwaden

Ach was: Alles hinwerfen. Wer wird denn gleich alles hinwerfen? Jetzt heißt es sich mit dem Herbst anfreunden. Die Topflappenwolle raus zu holen und neue Topflappen zu häckeln. Gemüt, was für ein seltsames Wort. Wofür hat die Natur den Menschen mit einem Gemüt gequält. Weil sie wahrscheinlich doch etwas sadistisch ist. Ihr reichen nicht Pest und Colera, nicht Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Krieg. Nein, sie muss noch einen draufsetzen und hat das menschliche Gemüt und den Liebeskummer erfundern. Die Silberstürmische hat sich für das Gemüt entschieden seit sie über 40 ist, vorher war sie dem Liebeskummer verfallen. So ist das Los der Weichherzigen nun mal. Da hilft nur eins: jung sterben. Aber auch diese Chance ist vertan. Macht nichts, dann geht es eben alt und tattrig weiter.
Die Silberstürmisch ist wieder obenauf, versteckt sich hinter Nebelschwaden und häkelt Topflappen im Krugdesign.

Verfasst von: silbersturm | September 7, 2009

Wieder mal

Wieder mal an dem Punkt angelangt, an dem die Silberstürmische alles hinwerfen will. Alles. Aber auch wirklich alles.
Warum noch weiter machen? Warum noch mit der Arbeit weiter machen? Der ewige Kreislauf mit dem Chef und den uneinsichtigen Kollegen. Alles wieder zurück auf Los. Alles wieder von vorn. Keine Luft bleibt mehr.
Warum nicht einfach dem allem ein Ende zu machen?

Verfasst von: silbersturm | August 27, 2009

Tändelei

Eine merkwürdige Arbeitswoche. Sie tändelt zwischen Ärger, Aufregung, Stolz und Leichtigkeit daher. Der Chef tadelt von oben. Sollte sich doch besser selbst tadeln. Der Arbeitsfluss ist ungebrochen, der Zufall hangelt sich mit entlang. Der Zenit der Woche ist überschritten, die Taktfrequenz wird größer. Wer hält den Atem an? Wer bangt mit.

Die Silberstürmische tändelt mit. Tänzelt zwischen den Welten. Sanft, weich und immer weiter voran. Manchmal auch zurück. Der Weg ist nie ihr Ziel gewesen, das mögen sich andere aussuchen. Der Weg bleibt spannend. Egal ob vor oder zurück.

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