Verfasst von: silbersturm | August 22, 2010

Spuren hinterlassen

Spuren in einem verlorenen Blog hinterlassen. Wie an einem einsamen Strand. Hier ist niemand. Hier muss sich niemand verstecken. Aber was will ich eigentlich hier? Mich vergewissern, dass ich noch da bin. Dass ich noch Spuren hinterlassen kann. Dass ich mehr bin als ein Lufthauch.

Bin ich das?

Verfasst von: silbersturm | Mai 18, 2010

Entscheidungen

Nein, die Silberstürmische hat sich noch nicht entschieden, diesen Blog hier karg liegen zu lassen. Aber sie kämpft. Was hat sie schon zu sagen? Nur Klagen, Klagen, Klagen. Das Leben ist eine Jammerstube.
Leider.
Manchmal
Und doch – gibt es auch die anderen Tage: die Ahnung: es könnte auch sonnig sein.

Verfasst von: silbersturm | Mai 9, 2010

Schreiben oder schweigen

Weiter schreiben oder schweigen? Die Silberstürmische steht vor dem Scheideweg und kann sich wie so oft nicht entscheiden. Das wir ihr zuerst Erleichterung verschaffte, nimmt ihr jetzt den Atmen. Wohin geht der Weg, hallt es in ihrem Kopf. Wohin? Wohin?
Nur die Antwort erschallt nicht. Nicht. Nicht.

Verfasst von: silbersturm | Februar 14, 2010

Stimmungen

Die Silberstürmische kommt zurück zu ihrem Blog. Von Stimmungen getragen. Von Stimmungen getrieben. Enttäuscht. Mit blauen Augen in die Falle getappt. Wieder jemandem auf dem Leim gegangen, die meinte das Leben der Silberstürmischen verändern zu können. Mit Gewalt an den Rand drängen. Mit lautem Geschrei und Geheul über den Haufen gerannt.
Blauäugig. Naiv.
Und trotzdem möchte sie ihre Blauäugigkeit nicht verlieren. Nicht die Offenheit im Umgang mit anderen Menschen. Wer kommt ist willkommen, wer lärmt wird gemutet.
Konsequent.

Verfasst von: silbersturm | Januar 31, 2010

Eingefroren

Die Silberstürmische ist eingefroren. Festgefroren. Kann sich nicht lösen, sich nicht befreien. Sich nicht hoch in die Lüfte schwingen und zu ihrem natürlichen Flug zurückfinden.
Freiheit kennt sie nicht mehr. Nur schweres Atmen. Verlassenheit.
Komm zurück, flüstere ich ihr zu.
Komm zurück, wir brauchen dich. Ich brauche dich. Bleib da. Lass uns eine Möglichkeit finden, die Kälte zu überstehen. Lass uns den Weg wieder gemeinsam gehen.

Verfasst von: silbersturm | Dezember 1, 2009

Erschöpft

Die Last der Arbeit drückt. Sie drückt die Silberstürmische fast zu Boden. Das Geratsche und Getrasche. Nieendenwollend. Immer wieder von vorn beginnen. Die Energien an sich bindend. Wann kann sie wieder befreit Luft holen. Atmen.
Die Last. Sie drückt.

Verfasst von: silbersturm | November 21, 2009

Kraft

Wo kann die Silberstürmische Kraft tanken? Sie hat gar kein Tank, deshalb klappt es auch nicht mit dem Tanken. Es bleibt schon lange keine Reserve mehr und das Wochenende ist einfach nur das große schwarze Loch. Die Ruhe im Auge des Tornados. Die Stille unerträglich und unterträglich auch die Gewissheit, dass es am Montag wieder weiter stürmt. Der Sturm der Mobbing-Grazien ist zwar vorbeigezogen, aber es bleiben genug andere stürmische Angriffe. Feige, hinterhältiche zu meist, die es nötig machen, sich umzusehen. Nichts an sie rankommen lassen. Nichts, nichts rankommen lassen. Immer auf der Hut sein und am Wochenende die Luft anhalten.
Atemlos.

Verfasst von: silbersturm | November 17, 2009

zu Hause

Die Silberstürmische möchte sich vergewissern, dass sie noch auf dieser Welt zu Hause ist. Den ganzen Tag über fühlte sich das nicht so an. Abgehoben. Alles war abgehoben. Die Welt hinter dem Schleier. Verborgen und trotzdem da. Hier, dort. Die Welt. Die eine, die eine. Es gibt doch keine andere? Oder vielleicht doch? Vielleicht gibt es viele. So viele. So viele Universen, wie es Menschen gibt auf dieser Welt.

Verdammt! Wo ist die Erdung? Wo? Verdammt, ist die Erdung!

Verfasst von: silbersturm | November 8, 2009

Oben auf dem gauen Berg

Oben auf dem gauen Berg steht der große Bunker. Das Gefängnis in dem die Silberstümische ihre Tage verbringt. Freiwillig eingesperrt. Freiwillig schließt sie sich den Massen an, gibt ihre Identität am Eingang ab und verbirgt ihre Persönlichkeit. Am Abend nimmt sie gedemütigt ihre Identität wieder mit nach Hause. Müde passt sie sich wieder an. Jeden Tag ein bisschen blasser, jeden Tag ein wenig mehr zerrupft.

Oben auf dem grauen Berg, da steht der große Bunker.

Verfasst von: silbersturm | Oktober 26, 2009

Melancholie

Die Silberstürmische neigt zur Melancholie. Nicht nur im Dunstkreis der Mobbing-Grazien. Sie zieht die traurigen Nachrichten an. Suhlt sich in der abendlichen Depression. Nein, die mag die Sonne heute nicht sehen. Die Sonne, die doch nur für die anderen scheint. Für die Reichen und Schönen. Den anderen verbrennt sie die Ernte. Gnadenlos. Nein, die Sonne mag sie nicht sehen.
Sie mag auch nicht den silbernen Schein des Mondes sehen. Der doch nur grell ins Fenster scheint und ihren Schlaf stört. So aufdringlich und lässtig. Nein, den mag sie nicht sehen.
Die Silberstürmische mag das gedämpfte Licht, die kalte Jahreszeit. Sie mag das Dunkle, in dem sie sich verstecken kann. Fast unsichtbar, fühlt sie sich stark und sicher.

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